B2B Commerce

Mit B2B Commerce langfristig Erfolge generieren

B2B Commerce und Salesforce B2B Commerce

Zahlre­iche B2B-Unternehmen kämpfen seit Langem mit ein­er frag­men­tierten Nutzer­erfahrung, ver­al­teter Tech­nolo­gie und einem Man­gel an dig­i­tal­en Einkauf­s­möglichkeit­en. Für die Mitar­beit­er bedeutet dies in der Regel mehr Ver­wal­tungsaufwand und Frus­tra­tion. Doch die dig­i­tale Trans­for­ma­tion macht auch vor B2B nicht halt. 

Unternehmen, die sich für bequeme Self-Ser­vice-Optio­nen entschei­den, passen sich nicht nur schneller an Mark­tverän­derun­gen an, sie ent­las­ten auch ihre Mitar­beit­er von Rou­tineauf­gaben, machen das Onboard­ing neuer Part­ner effizien­ter und steigern so ihre B2B-Umsätze. Mith­il­fe von Sales­force B2B Com­merce kön­nen Unternehmen ihren Kun­den die gle­iche naht­lose Self-Ser­vice-Erfahrung wie beim E‑Commerce bieten. Gle­ichzeit­ig kön­nen Unternehmen von allen Funk­tio­nen prof­i­tieren, die für B2B erforder­lich sind.

Was ist B2B Com­merce und was ist Sales­force B2B Com­merce? Das erfahren Sie hier: 

autor alexandra tovote Autor: Clau­dia Patri­cia Krieger, Online Mar­ket­ing Veröf­fentlichung: Nov 2021 Lesedauer: 5 Minuten
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Was ist B2B Commerce?

B2B Com­merce und Online-Shop­ping sind zu einem fes­ten Bestandteil unseres täglichen Lebens gewor­den. Die mod­er­nen Ver­brauch­er sind an einen rei­bungslosen Ser­vice gewöh­nt und ver­lan­gen danach. Sie wollen heute mit weni­gen Klicks bestellen, die Zahlung schnell online abwick­eln und das Gewün­schte am näch­sten Tag vor der Haustür haben.

B2B-Kun­den tre­f­fen ihre Kaufentschei­dun­gen zunehmend im B2C-Stil. Dabei sind die Kun­den selb­st­bes­timmt und jed­erzeit in der Lage, Ver­gle­iche zwis­chen den jew­eili­gen Anbi­etern anzustellen. Die B2B-Entschei­der von heute ver­lan­gen nicht nur ein per­son­al­isiertes Einkaufer­leb­nis, son­dern auch Preis­trans­parenz und einen Online-Kun­denser­vice. Beson­dere Anforderun­gen müssen darüber hin­aus über eine B2B Com­merce Plat­tform abge­bildet wer­den, wie beispiel­sweise kun­den­spez­i­fis­che Preise über aus­ge­han­delte Rabat­te, automa­tisierte Repeat Orders sowie indi­vidu­ell angepasste Liefer­op­tio­nen. Nur so bieten maßgeschnei­derte Lösun­gen den gewün­scht­en Nutzen in Bezug auf die indi­vidu­ellen Bedürfnisse des Käufers und fördern das Kundenvertrauen.

Unternehmen müssen auf diesen Trend reagieren, indem sie ihren Kun­den im B2B-Bere­ich Dig­i­tal-Com­merce-Lösun­gen anbi­eten, die eben­so benutzer­fre­undlich und kun­de­nori­en­tiert sind wie die im B2C-Bere­ich. Andern­falls wer­den Geschäft­skun­den zur Konkur­renz abwan­dern und das Unternehmen wird wertvolle Mark­tan­teile ver­lieren. Daher bietet B2B Com­merce für Unternehmen, die ihre Verkäufe ins Inter­net ver­lagern möcht­en, mehrere poten­zielle Vorteile wie beispiel­sweise zusät­zliche Geschäftsmöglichkeit­en, Kosteneinsparun­gen und vor allem höhere Einnahmen.

Welche Vorteile hat B2B Commerce?

Die wichtig­sten Vorteile im Überblick:

  1. Skalierbarkeit

Mit ein­er effek­tiv­en B2B Com­merce Plat­tform kön­nen Unternehmen prob­lem­los wach­sen und Skalierun­gen vornehmen, um der Mark­t­nach­frage und den Kun­denbedürfnis­sen gerecht zu werden.

  1. Verbesserte Effizienz und Produktivität

Dank der Inte­gra­tion mit Enter­prise Resource Plan­ning (ERP) und anderen Back-End-Sys­te­men ermöglicht der B2B Com­merce erhe­bliche Effizien­zsteigerun­gen für Unternehmen. Indem diese ihren Kun­den die Möglichkeit geben, online zu bestellen, kön­nen sich die Unternehmen auf die eigentlichen Kun­denser­vice­funk­tio­nen konzentrieren.

  1. Mehr Kun­den gewinnen 

Eine B2B Com­merce Web­site mit öffentlich zugänglichen Kat­a­log­seit­en ist ein leis­tungsstarkes Instru­ment, um neue Kun­den zu erre­ichen. Schließlich kaufen poten­zielle Kun­den nicht nur gerne online ein, son­dern sie haben auch den Wun­sch, dies zu tun. Wenn B2B-Käufer Pro­duk­te online ver­gle­ichen und die besten Preise find­en, kön­nen Her­steller und Händler die Macht der Suchergeb­nisse nutzen, um mit Kun­den in Kon­takt zu treten oder die Web­site zu indexieren.

  1. Verbesserte Markenbekanntheit

Die Entwick­lung von Seit­en, die von Such­maschi­nen-Crawlern indiziert wer­den kön­nen, bietet für Unternehmen einen ein­fachen Weg, um die Web­site-Opti­mierung zu verbessern, bei der Ziel­gruppe Aufmerk­samkeit zu erre­gen und die Marken­bekan­ntheit auf dem glob­alen Markt zu steigern.

  1. Umsatzsteigerung

Mit B2B Com­merce erre­ichen Unternehmen nicht nur neue Kun­den, son­dern kön­nen auch ganz ein­fach ein automa­tisiertes Cross-Sell- und Up-Sell-Empfehlung­spro­gramm ein­führen, das den Kun­den auf der Web­site rel­e­vante Vorschläge macht und diese zum Kauf ver­wandter Artikel animiert.

  1. Analytik 

Für B2B-Unternehmen bietet der B2B Com­merce die per­fek­te Plat­tform, um eine umfassende Analy­sekam­pagne zu starten. Durch B2B Com­merce kön­nen Mar­ket­ingkam­pag­nen, die Verkauf­s­ef­fek­tiv­ität, der Pro­duk­t­mix, der Lagerum­schlag, die Kun­den­verkauf­s­ef­fek­tiv­ität und die Kun­den­bindung nicht nur leichter gemessen wer­den, son­dern auch leichter aus­gew­ertet wer­den. Google Ana­lyt­ics bietet ein umfassendes Track­ing für Unternehmen und die Ana­lyt­ics-Inte­gra­tion mit einem ERP liefert noch viel wertvollere Dat­en mit umset­zbaren Ergebnissen.

  1. Kun­den­zen­tri­ertes Erlebnis 

Der heutige Online-Käufer erwartet ein außergewöhn­lich­es Einkauf­ser­leb­nis. Dabei ist es unwesentlich, ob er geschäftlich oder pri­vat einkauft. Obwohl es Unter­schiede in den Erfahrun­gen von Einzel­han­dels- und B2B-Käufern gibt, soll­ten B2B-Unternehmen ein intu­itives Design, reich­halti­gen Con­tent und inter­ak­tive Fea­tures auf den Web­sites verwenden.

  1. Außergewöhn­lich­er Kundenservice

B2B Com­merce bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihren Kun­denser­vice zu verbessern, denn B2B Com­merce Web­sites kön­nen Zugriff auf Self-Ser­vice-Por­tal­en ermöglichen, die Inhalte wie Kon­toin­for­ma­tio­nen, Bestellinfor­ma­tio­nen, Ver­lauf­s­in­for­ma­tio­nen und Tracking­in­for­ma­tio­nen bieten. Mith­il­fe der Inte­gra­tion mit einem ERP-Sys­tem kann die Web­site auf der Grund­lage von Kun­den­dat­en maßgeschnei­derte Pro­duk­te, Dien­stleis­tun­gen und Preise präsentieren.

  1. Erhöht­es Verkaufsengagement 

Dank ein­er B2B-Web­site oder eines B2B-Por­tals hat das Ver­trieb­steam einen besseren Überblick über Kun­de­naufträge, Preise und die Historie.

  1. Multi-Site-Fähigkeit

Mit der richti­gen B2B Com­merce Plat­tform ist es ein­fach, co-brand­ed oder kanal­spez­i­fis­che Com­merce-Web­sites einzuricht­en. Mit dieser Funk­tion kön­nen Unternehmen Co-Brand­ing-Web­sites oder Microsites für jeden wichti­gen Ver­trieb­spart­ner oder Kun­den entwick­eln sowie Web­sites anbi­eten, die sich an ein bes­timmtes inter­na­tionales Pub­likum richt­en, indem Inhalte in anderen Sprachen oder Währun­gen gezeigt werden.

Was ist Salesforce B2B Commcerce?

Sales­force B2B Com­merce ist eine E‑Com­merce-Lösung, die nativ auf Sales­force auf­baut. Die Lösung ist CRM-zen­tri­ert und auf die Kom­plex­ität eines kon­se­quent kun­den­zen­tri­erten Ansatzes im B2B-Bere­ich aus­gerichtet. Das Lösungspaket sorgt dafür, dass Unternehmen von Mehrw­erten wie den Kern­funk­tion­al­itäten, regelmäßi­gen Updates und ein­er 360°-Kundensicht profitieren.

Welche Features hat Salesforce B2B Commerce?

Geschäft­skun­den benöti­gen hier­bei andere Funk­tion­al­itäten wie Pri­vatkun­den, die online einkaufen. Diese Kun­den kön­nen eine Bestel­lung für Hun­derte von Artikeln im Gesamtwert von Mil­lio­nen von Dol­lar aufgeben. Für diese Art von Transak­tio­nen benöti­gen die Käufer spezielle Features.

Fea­tures, die den Online-Umsatz steigern: 

Unternehmen kön­nen Sales­force B2B nutzen, um ihren Kun­den das gle­iche kom­fort­able Einkauf­ser­leb­nis zu bieten, das sie als Ver­brauch­er gewohnt sind — ein­fach, jed­erzeit, über­all und über alle mobilen Geräte hin­weg. Mit speziellen B2B-Funk­tio­nen erle­ichtern Unternehmen ihren Geschäft­skun­den den Online-Einkauf. Hierzu zählen Funk­tio­nen wie die schnelle Nachbestel­lung, Kon­tenhier­ar­chien, spezielle Ver­tragspreise, indi­vidu­elle Kat­a­loge und vieles mehr. Darüber hin­aus kön­nen Unternehmen B2B-Funk­tio­nen wie die Regalauf­fül­lung im Geschäft, die Online-Bestel­lung von Ersatzteilen und die Unter­stützung von Ver­triebs- oder Großhan­delspart­nern regelmäßig opti­mieren. Mit Sales­force B2B Com­merce kön­nen Unternehmen ihren Ver­trieb­smi­tar­beit­ern Kun­den­dat­en in Echtzeit zur Ver­fü­gung stellen und ihnen so die Zeit und den Ein­blick geben, den sie für die Entwick­lung ein­er erfol­gre­ichen Strate­gie benöti­gen. Die Erstel­lung von Web­sites und benutzer­fre­undlichen Por­tal­en unter­stützt den Ver­trieb zusät­zlich. Ange­bote kön­nen inner­halb weniger Wochen auf den Markt gebracht wer­den, sodass Unternehmen die Mark­te­in­führung erhe­blich beschle­u­ni­gen können.

Fea­tures, die die Inter­ak­tion mit dem Kun­den fördern: 

Sales­force B2B Com­merce wurde nativ auf der Sales­force-Plat­tform entwick­elt. Unternehmen erhal­ten so eine 360°-Sicht auf den Kun­den, die Infor­ma­tio­nen zu Ver­trieb, Ser­vice und E‑Commerce liefert. Kun­den kön­nen auf jedem Schritt des Weges ver­fol­gt wer­den, sodass Unternehmen mit ihren Kun­den in Verbindung bleiben und auf Anfra­gen in Echtzeit reagieren kön­nen. Darüber hin­aus kann das Einkauf­ser­leb­nis für jeden Kun­den indi­vidu­ell gestal­tet wer­den. Auf diese Weise wird der Kunde vom Unternehmen schnell, effizient und per­sön­lich durch den Einkauf­sprozess geführt.

Fea­tures, die das Busi­ness ausbauen: 

Mit der Com­merce Cloud imple­men­tieren Unternehmen B2B Com­merce in kürzester Zeit und sind in Reko­rdzeit ein­satzbere­it, sodass sie schneller Umsatz gener­ieren kön­nen. Wenn Unternehmen es ihren Kun­den ermöglichen, in Selb­st­be­di­enung einzukaufen, wobei sie automa­tisch durch den Kauf geführt wer­den, kön­nen Unternehmen mehr Zeit und Geld in andere Wach­s­tumsmöglichkeit­en investieren. Unternehmen kön­nen aber auch schnell auf sich ändernde Märk­te und Kun­de­nan­forderun­gen reagieren, denn mit der Com­merce Cloud kön­nen Unternehmen neue Geschäftsmod­elle nach Bedarf entwick­eln und imple­men­tieren. Des Weit­eren bietet Sales­force drei Updates pro Jahr, damit Unternehmen immer auf dem neuesten Stand ihrer B2B-E-Com­merce-Tech­nolo­gie und Strate­gie sind.

Fea­tures für jede Branche: 

Mit ein­er ein­heitlichen Plat­tform kön­nen Unternehmen ihre Bestell­prozesse opti­mieren, indi­vidu­elle Preise fes­tle­gen und Liefer­un­gen aufteilen. Darüber hin­aus kön­nen Unternehmen intel­li­gente und dig­i­tale Lösun­gen für die Bestandsver­wal­tung in den Fil­ialen, ver­traglich fest­gelegte Son­der­preise und maßgeschnei­derte Kat­a­loge anbi­eten. In diesem Zusam­men­hang kön­nen Unternehmen auch die Vorteile von SaaS voll auss­chöpfen, indem sie den Verkauf von Lizen­zen und Abon­nements ankurbeln und die Ver­längerung von Abon­nements automa­tisieren, während sie gle­ichzeit­ig die Kosten senken. Unternehmen kön­nen die gesamte Wertschöp­fungs­kette mit einem ver­net­zten und per­son­al­isierten Online-Einkauf­ser­leb­nis über alle Touch­points hin­weg unterstützen.

Weit­ere Fea­tures im Überblick: 

  • Authen­tifizierte Web­sites mit Logins für jeden Besucher
  • Warenkörbe, die Hun­derte oder Tausende von Artikeln pro Bestel­lung aufnehmen können
  • Schnelle Nachbestel­lun­gen (um große, häu­fige Bestel­lun­gen schnell und ein­fach mit weni­gen Klicks) durchzuführen
  • Benutzerdefinierte Schaufen­s­ter­de­signs, um ein einzi­gar­tiges Erschei­n­ungs­bild für jedes Kon­to zu erstellen
  • Spez­i­fis­che Pro­duk­tkat­a­loge pro Kon­to für eine aus­gewählte Teil­menge von Produkten
  • Vari­anten­re­iche und dynamis­che Produkte
  • Aus­ge­han­delte Preise/Vertragspreise pro Kon­to oder Kundensegment
  • Kom­plexe Ver­sand­funk­tio­nen (die mehrere Liefer­t­er­mine und ‑orte ermöglichen)
  • Mehrere Zahlungsarten (ein­schließlich Kred­itkarten, Bestel­lun­gen und Auto­mat­ed Clear­ing House-Transaktionen)
  • Bestell­his­to­rie für jeden authen­tifizierten Besucher
  • Such­funk­tion
  • Schaufen­ster und Bestellvorlagen

Da die Transak­tio­nen im B2B-Bere­ich häu­fig über einen lan­gen Zeitraum von langjähri­gen Kun­den durchge­führt wer­den, ist die Erfas­sung von Com­merce-Dat­en beson­ders wichtig. Aus diesem Grund ist B2B Com­merce nativ auf der Sales­force Light­ning Plat­form aufge­baut. Es kann sofort mit Sales­force CRM-Dat­en inte­gri­ert werden:

Die Unterschiede von Salesforce B2B Commerce: classic vs. lightning

  1. B2B Com­merce von Sales­force im Überblick 

2018 launchte Sales­force ein bere­its beste­hen­des Pro­dukt namens Cloud­craze. Dieses Pro­dukt wurde nicht nur auf der Sales­force Plat­tform gebaut, son­dern bietet eine Lösung für B2B Com­merce. Nach der Über­nahme benan­nte Sales­force es in B2B Com­merce Cloud um. Hier­bei ist jedoch Vor­sicht geboten, da diese Cloud nicht mit der Sales­force B2C Com­merce Cloud oder ehe­mals Demand­ware ver­wech­selt wer­den sollte, die oft als Sales­force Com­merce Cloud beze­ich­net wird.

Sales­force hat nun aber im Som­mer 2020 ein weit­eres Pro­dukt in die Pro­duk­t­fam­i­lie aufgenom­men: B2B Com­merce for Light­ning Expe­ri­ence, kurz B2B Light­ning. Seit­dem gibt es zwei Pro­duk­te unter dem Namen B2B Commerce:

Das frühere Cloud­craze, jet­zt bekan­nt als B2B Clas­sic oder B2B Com­merce for Visu­al­force und die Eige­nen­twick­lung von Sales­force, bekan­nt als B2B Lightning.

Zunächst muss man ver­ste­hen, dass es sich um zwei ver­schiedene Tech­nolo­gien mit unter­schiedlichen Fea­tures, Daten­mod­ellen und Fron­tends han­delt, die nicht ein­fach aus­ge­tauscht oder kom­biniert wer­den kön­nen. Laut Sales­force wer­den bei­de Pro­duk­te weit­er­hin existieren, weit­er­en­twick­elt wer­den und dem gle­ichen Lizenz­mod­ell unterliegen.

  1. Man­aged vs. nativ

B2B Clas­sic (ehe­mals Cloud­craze) wurde auf der Sales­force-Plat­tform entwick­elt, ist aber nicht voll­ständig in diese inte­gri­ert. B2B Clas­sic fungiert eher als eine Art Erweiterung. Das Pro­dukt ist als Man­aged Pack­age, d.h. als Samm­lung von Plat­tformkom­po­nen­ten und Anwen­dun­gen für Nutzer erhältlich und muss daher instal­liert wer­den. Dadurch entste­hen zwei Nachteile: Erstens müssen Releas­es des Man­aged Pack­age manuell instal­liert wer­den, und zweit­ens erlaubt der vorhan­dene Inhalt keinen uneingeschränk­ten Zugriff auf den Code.

Die B2B-Neuen­twick­lung Light­ning hinge­gen ist voll­ständig in die Core-Plat­tform einge­bun­den und ste­ht im Sales­force-Sys­tem zur Ver­fü­gung, sobald die Lizen­zen erwor­ben wur­den. Das bedeutet, dass Neuerun­gen auch voll automa­tisch im üblichen Sales­force-Stan­dard-Release-Zyk­lus (dreimal pro Jahr) einge­spielt werden.

  1. Datenmodell

Die Auswirkun­gen der voll­ständi­gen Core-Inte­gra­tion von B2B Light­ning lassen sich auch am Daten­mod­ell deut­lich erken­nen, denn die rel­e­van­ten Shop Dat­en basieren auf dem Sales­force Core-Daten­mod­ell. Das hat den Vorteil, dass z. B. das Datenob­jekt für die Pro­duk­te im B2B-Store auch im CRM oder in der Ser­vice Cloud genutzt wird. Let­z­tendlich erhal­ten Unternehmen hier die gewün­schte 360°-Sicht auf den Kunden.

Fra­gen, die mit der 360°-Sicht beant­wortet wer­den können:

  • Welch­es Pro­dukt habe ich meinen Kun­den ange­boten? (Oppor­tu­ni­ty und/oder Quote)
  • Welch­es Pro­dukt haben meinen Kun­den im Warenko­rb liegen oder bere­its gekauft (Cart und Order)
  • Für welch­es Pro­dukt haben die Kun­den offene Kun­dentick­tes (Cas­es)

Diese 360°-Sicht auf den Kun­den gibt es auch bei B2B Clas­sic, allerd­ings sind die Details etwas kom­plex­er gestal­tet. Bei der Instal­la­tion des Pakets wer­den der Plat­tform eine Rei­he von etlichen neuen Objek­ten hinzuge­fügt, die mit den Ker­nob­jek­ten syn­chro­nisiert und eventuell dupliziert wer­den müssen. Je nach Voraus­set­zun­gen und Anforderun­gen ist dies mit zusät­zlichem Aufwand verbunden.

  1. Backend

Beim ersten Blick in die Com­merce App von B2B Clas­sic kann es für User zur Über­forderung kom­men. Vielmehr sind Zusam­men­hänge und Funk­tio­nen nicht intu­itiv und erschließen sich erst beim Nach­le­sen in der teil­weise unvoll­ständi­gen Dokumentation.

Im Gegen­satz dazu ste­ht die Com­merce App für B2B Light­ning. Hier ist unmit­tel­bar ersichtlich, dass diese eigens von Sales­force entwick­elt wurde. Ihre Stärke liegt auf der Hand: eine sehr benutzer­fre­undliche Ober­fläche. Die Menüs und Fea­tures weisen eine klare Struk­tur auf und alles wirkt aufgeräumt. Die ver­schiede­nen Dat­en sind the­ma­tisch geord­net, sodass Zusam­men­hänge zwis­chen ihnen offen­sichtlich sind und sich von selb­st erschließen. Beson­ders die Ver­wal­tung der (ver­schiede­nen) Store­fronts wird dadurch erleichtert.

Abzuwarten bleibt jedoch, ob sich die indi­vidu­ellen Anforderun­gen viel­er Kun­den mit den Funk­tion­al­itäten und Inte­gra­tions­möglichkeit­en gut abbilden lassen oder ob diese an eini­gen Stellen Her­aus­forderun­gen verur­sachen wer­den. So wird zum Beispiel der gesamte Check­out-Prozess über Flows gelöst. Der Flow Builder ist ein Tool von Sales­force, das kom­plexe Prozes­sautoma­tisierun­gen durch Kon­fig­u­ra­tion, d.h. ohne Pro­gram­mierung, ermöglicht.

Obwohl solche Automa­tisierungstools viele Vorteile bieten, schränken sie die indi­vidu­ellen Anpas­sungsmöglichkeit­en ein. Je nach Anforderung ist mehr Aufwand nötig, um diese wie gewün­scht abzu­bilden. Auch die neue Lösung, Pro­dukt-Über­set­zun­gen über ein Core-Cloud-Fea­ture von Sales­force abzu­bilden, kann zu Schwierigkeit­en beim Import von Pro­duk­t­dat­en führen. Dies ist in der B2B Clas­sic Vari­ante hinge­gen inte­gra­tiv­er umgesetzt.

  1. Frontend

Die Tech­nolo­gie, mit der das Fron­tend dargestellt wird, macht den namensgeben­den Unter­schied zwis­chen den bei­den Pro­duk­ten aus. Die Stan­dard­store­front von B2B Clas­sic basiert auf dem etwas ver­al­teten Visu­al­force Frame­work — während B2B Light­ning auf dem neueren Sales­force Stan­dard Light­ning basiert. Das Design ist in bei­den anpass­bar, aber in Clas­sic ist es im Stan­dard wesentlich star­rer, was auch daran liegt, dass der Code-Zugriff über das Man­aged Pack­age ver­wal­tet wird.

Für B2B Light­ning wurde nun ein eigenes (Community-)Template entwick­elt, das sich per Drag & Drop Builder flex­i­bel verän­dern lässt. So kön­nen nicht nur unter­schiedliche Farb­schematas, Logos und Themes inte­gri­ert wer­den, son­dern auch Kom­po­nen­ten an unter­schiedliche Ziel­grup­pen angepasst und für unter­schiedliche Ziel­grup­pen aus­ge­spielt wer­den. Indi­vidu­elle Anpas­sun­gen sind jedoch nur in gewis­sen Umfang möglich. Ein voll­ständig indi­vidu­elles Brand­ing mit speziell entwick­el­ten Desig­nideen wird über die Stan­dar­d­op­tio­nen hin­aus­ge­hen. Darüber hin­aus ist man auf feste Light­ning Web Com­po­nents angewiesen, die lei­der nicht vari­abel angepasst, son­dern allen­falls kom­plett neu aufge­baut wer­den kön­nen. Sales­force deutet an, diese Kom­po­nen­ten möglicher­weise langfristig als Open Source zur Ver­fü­gung zu stellen, was eine Anpas­sung oder gar eine kom­plette Head­less Inte­gra­tion maßge­blich erle­ichtern würde.

  1. Features

In bei­den Vari­anten ste­ht eine Vielzahl typ­is­ch­er B2B Shop Funk­tio­nen zur Ver­fü­gung, wie z. B. die Anzeige von kun­den­spez­i­fis­chen Preisen, Staffel­preisen, Schnellbestel­lop­tio­nen, Ein­blick in die Bestell­his­to­rie, Wun­schlis­ten oder die Möglichkeit, für ver­schiedene Kon­ten einzukaufen. Betra­chtet man jedoch die weit­ere Fea­ture-Lage von B2B Clas­sic, so wird deut­lich, dass es sich um ein his­torisch gewach­senes Pro­dukt han­delt, da Clas­sic fast alle üblichen Funk­tio­nen zur Abbil­dung klas­sis­ch­er B2B Shop Use Cas­es bietet.

In B2B Light­ning hinge­gen ist die Fea­ture-Lage noch nicht so viel­seit­ig. So ist beispiel­sweise die Darstel­lung von Pro­duk­t­vari­anten nicht im Stan­dard enthal­ten — eine typ­is­che Anforderung für die Abbil­dung kom­plex­er Pro­duk­t­struk­turen in der B2B-Welt. Auch weit­ere Fea­tures, die im Clas­sic vorhan­den sind, fehlen noch.

Im Novem­ber 2020 wurde an einem anony­men Store Zugang und den damit ver­bun­de­nen SEO-Anforderun­gen gear­beit­et. Möglichkeit­en zur Kon­fig­u­ra­tion von Wer­beak­tio­nen und Coupons, zur Zusam­men­stel­lung von Pro­duk­t­bün­deln und Kits oder zur Fes­tle­gung von Pro­duk­tabon­nements wer­den in den näch­sten Release-Schrit­ten entwick­elt und umge­set­zt. Doch die von Sales­force kom­mu­nizierte Roadmap für die Funk­tion­sen­twick­lung sieht bere­its vielver­sprechend aus. Hier wird ein­deutig die Idee des Min­i­mum Viable Prod­uct umge­set­zt, der ein Vorge­hen beschreibt, das dur­chaus Sinn ergibt und sich mit der Ein­führung des unternehmen­seige­nen Stores vere­in­baren lässt.

Es fehlt bei bei­den Pro­duk­ten noch eine gute und durch­dachte Imple­men­tierung ein­er Request-for-Quote-Funk­tion; eine Funk­tion, die ger­ade im Hin­blick auf die Verknüp­fung des Sales­force-B2B-Stores mit der Sales­force-CRM-Anbindung einen echt­en Nutzen bietet. Cloud­craze ver­fügt zwar über eine solche Funk­tion, aber der Prozess ist aus Ver­trieb­ssicht bis­lang nicht bis zum Ende durch­dacht. Es bleibt inter­es­sant zu sehen, wie dies in Light­ning gelöst wird.

  1. Con­tent Man­age­ment Systeme

Es beste­ht ein zunehmender Bedarf an der Inte­gra­tion von Con­tent Man­age­ment Sys­te­men und der damit ver­bun­de­nen Möglichkeit, die Inhalte des Shops und der Web­site zusam­men­zuführen, um Kon­textbrüche für den User zu umge­hen. Dieses Ziel kann im B2B Clas­sic nur über eine externe Verbindung zu einem CMS-Sys­tem in vollem Umfang erre­icht werden.

B2B Light­ning kann hier mit ein­er eige­nen CMS-Lösung überzeu­gen, die stan­dard­mäßig ver­füg­bar und in den Com­merce-Lizen­zen bere­its inkludiert ist. Neben­bei wer­den über die Mech­a­nis­men dieses CMS auch Pro­duk­t­bilder und Medi­en für die Store­front hin­ter­legt. Es bleibt abzuwarten, inwieweit dies mit den etablierten For­mat­en der angeschlosse­nen Pro­duk­tkat­a­loge kol­li­diert. Noch ist das CMS zwar ein­fach gestal­tet, Sales­force set­zt aber mit sein­er Inte­gra­tion ein deut­lich­es Zeichen in die vorge­se­hene Richtung.

  1. Zukun­fts­fähigkeit: Cus­tomer Expe­ri­ence Plattform

Bis­lang gibt es noch diverse B2B-Web­sites mit Absprün­gen zu den einzel­nen Sys­te­men oder Unter­seit­en wie etwa dem Blog, dem dig­i­tal­en Pro­duk­tkat­a­log, einem Shop und dem Kun­den­por­tal zur Ver­wal­tung von Serviceprozessen.

Mit B2B Light­ning legt Sales­force ganz klar den Start für einen ganzheitlichen Cus­tomer Expe­ri­ence Plat­tform Ansatz fest. Mit Sales­force lassen sich nicht nur die ver­schiede­nen Fron­tend Mod­ule kon­so­li­dieren, son­dern auch die Cus­tomer Jour­ney wird um ein Vielfach­es verbessert werden.

Die Aus­rich­tung von B2B Light­ning schafft eine her­vor­ra­gende Basis für die Erre­ichung eines solchen Ziels, das sog­ar mit den im Stan­dard enthal­te­nen Fea­tures, etwa der automa­tis­chen Inte­gra­tion eines eige­nen CMS, erre­icht wer­den kann. In bei­den Vari­anten ist eine automa­tis­che Anbindung eines eige­nen, exter­nen CMS-Sys­tems über den Head­less-Ansatz möglich. Dabei wer­den die beste­hen­den Anwen­dun­gen und Funk­tio­nen des Shops lediglich über eine API anges­teuert, andere externe Sys­teme wie ein CMS ange­bun­den und das Fron­tend kom­plett angepasst. Durch diesen Ansatz wird eine Basis für eine ein­heitliche, benutzer­fre­undliche Plat­tform geschaffen.

  1. Die richtige Technologie

Eine solche Frage ist nicht so ein­fach zu beant­worten. Hier spie­len vor allem viele Fak­toren eine Rolle, die zum Teil sehr indi­vidu­ell aber auch mit unter­schiedlich­er Gewich­tung betra­chtet wer­den sollten.

B2B Light­ning bietet hier­bei das zukun­ftssicherere Mod­ell. Es wurde speziell von Sales­force entwick­elt und beruht auf den neueren Frame­work Stan­dards. Allerd­ings ist das Pro­dukt noch nicht voll­ständig aus­gereift und je nach Voraus­set­zun­gen und Anforderun­gen kön­nen bei ein­er Shop-Imple­men­tierung Her­aus­forderun­gen auftreten. Sales­force entwick­elt aber kon­tinuier­lich neue Fea­tures, sodass sich ein agiler MVP-Ansatz für das eigene Shop-Pro­jekt anbietet.

Eine beson­ders inter­es­sante Frage ist, was die Entwick­lung von B2B Light­ning für die User des bish­eri­gen B2B Clas­sic bzw. Cloud­craze bedeutet. Ein hybrid­er Ansatz aus bei­den Tech­nolo­gien ist eine bewährte Option. Dabei wird das alte Daten­mod­ell mit den beste­hen­den Fea­tures genutzt und mit der Entwick­lung neuer Light­ning Web Com­po­nents für die Fron­tend-Ausspielung ver­bun­den — ein gang­bar­er Weg, den Unternehmen erfol­gre­ich umset­zen können.

Fazit

Unternehmen müssen ihren B2B-Kun­den Lösun­gen für den dig­i­tal­en Han­del anbi­eten, die gle­icher­maßen benutzer­fre­undlich und kun­de­nori­en­tiert sind. Für Unternehmen ergeben sich durch B2B Com­merce mehrere Vorteile. Unternehmen kön­nen prob­lem­los wach­sen und skalieren und von effek­tiv­en Effizien­zsteigerun­gen prof­i­tieren. Darüber hin­aus bietet B2B Com­merce die Möglichkeit, neue Kun­den zu erre­ichen und zu gewin­nen sowie höhere Umsätze zu erzie­len. Die Web­site kann durch B2B Com­merce bess­er opti­miert wer­den und Analy­sen kön­nen effizien­ter durchge­führt wer­den. Dem Kun­den wird nicht nur ein besseres Einkauf­ser­leb­nis geboten, son­dern das Unternehmen kann sich auch einen besseren Überblick über Bestel­lun­gen, Preise und die His­to­rie ver­schaf­fen. Auch Co-brand­ing-Web­sites oder Microsites kön­nen leicht entwick­elt werden.

Sales­force B2B Com­merce mit seinem leis­tungsstarken CRM unter­stützt Unternehmen dabei, ihr wahres Poten­zial auszuschöpfen. Mit mobil­fre­undlichem Design, KI-gestütztem CRM, KI-ges­teuerten Suchergeb­nis­sen und Pro­duk­tempfehlun­gen sorgt Sales­force B2B Com­merce für ein einzi­gar­tig per­son­al­isiertes Kundenerlebnis.

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https://www.salesforce.com/de/products/commerce-cloud/b2b-ecommerce/

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